Ministerzeit in Weimar

1775
Goethe erschafft die Singspiele „Erwin und Elmire“ und „Claudine von Villa“ als Adaption ausländischer Opernformen.
Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach lädt Goethe nach Weimar ein.

1776
im Juni wird Goethe gegen den Widerstand von Seiten des Adels Mitglied des obersten Regierungsgremiums des Herzogs, dem „Conseil“ (1815 wird dies durch das Großherzogliche Staatsministerium ersetzt) und danach, um weiteren Schwierigkeiten vorzubeugen, in den Adelsstand erhoben.
Goethe versucht, auf den Herzog einzuwirken, die Staatsausgaben unter die -einnahmen zu drücken, zum Beispiel durch Reduzierung der Truppen um die Hälfte.



 

1777
Veröffentlichung des Gedichts „Harzreise im Winter“, in dem sich Goethes Spaltung zwischen Dichterberuf und amtlicher Praxis widerspiegelt.
In diesem Jahr begegnet Goethe außerdem Charlotte von Stein. In der Beziehung zu ihr sieht Goethe das Streben nach in der Liebe erfahrener Wahrheit.

1779
Goethe veröffentlicht die Prosafassung der „Iphigenie auf Tauris“, in deren Theateraufführung er selbst den Orest spielte.

1780
Er beginnt seine Naturforschungen, auf die später Goethes Abhandlungen über die Natur folgen.

1782
Goethe wird vom Herzog zum Kammerpräsidenten (Finanzminister) ernannt, in der Hoffnung, den Staatshaushalt weiter zu konsolidieren. Er fördert die Landwirtschaft, ist in der Kriegskommission, der Wege- und Wasserbaudirektion sowie der Bergwerkskommission tätig.

1783
Goethe trifft Herder wieder, eine Freundschaft entwickelt sich.
Im Gedicht „Ilmenau“ beschreibt Goethe das Leben des Herzogs Carl August – vom zügellosen Jugendtreiben zum jetzigen Wirken im Interesse des Landes.

1784
In diesem Jahr entsteht der Aufsatz „Über den Granit in Verbundenheit“ zu seinen naturwissenschaftlichen Forschungen.

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